Hinweise zu Wahl der Lichtfarbe, um Werbeschilder und andere Objekte zu beleuchten und Übersicht
Wie sehen die unterschiedlichen Lichtfarben aus?
In der Allgemeinbeleuchtung sind Lichtfarben zwischen 6500 K und 2700 K üblich. Im Bild unten ist ein und das Selbe Motiv mit unterschiedlichen Lichtfarben hinterleuchtet.
Von Links nach rechts: 6500 K | 5000 K | 4000 K | 3000 K | 2700 K
Die Gesamtwirkung ist natürlich sowohl von der Lichtfarbe als auch von den Farben des Motiv selbst abhängig. Dieses Bild ist ein wenig farbiger und somit ist die Gesamtwirkung gleich anders als bei dem Bild zuvor.
Welche Lichtfarbe soll ich wählen, um mein Werbeschild „richtig“ zu beleuchten?
Wie immer bei Farbentscheidungen, ist auch diese Frage sehr individuell. Doch eine Grundsatzempfehlung gibt es: Wenn Ihr Werbeschild auffallen und somit verkaufsfördernd wirken soll, ist eine sehr weiße Lichtfarbe mit möglichst hohem Farbwiedergabeindex besser geeignet. Nehmen Sie in dem Fall eher die Lichtfarbe mit möglichst hoher Bezeichnung in sehr weiß oder hellweiß
Es sei denn, das ganze Ambiente des Gebäude ist eher altertümlich historisch, dann ist wahrscheinlich eine warme Lichtfarbe angebrachter. Dann wählen Sie möglichst eine niedrige Bezeichnung in warm wie 827 oder 830. Typisches Beispiele sind altertümliche, historische Gasthäuser.
Welche Lichtfarbe nehme ich um meinen Raum zu beleuchten?
Auch hier gilt wieder: Der individuelle Geschmack entscheidet. Aber eine allgemeine Empfehlung gibt es, die wir sehr passend finden und Ihnen nicht vorenthalten möchten.
Räume in denen Aktivität vorherrscht, in denen gearbeitet wird wie, Küchen, Arbeitsplätze, Büros, Werkstätten etc., sollte man eher mit hellweißem Licht ausleuchten. Räume, in denen es eher ruhig und gemütlich zugeht, wie Wohnzimmer, Bordelle, Schlafzimmer, Spielhallen, gastronomische Abendbetriebe, sollte man mit warmweißen Lichtfarben beleuchten.
Ganz analog zur Natur. Morgens und Abends, wenn wir eher ruhiger und weniger aktiv sind, ist auch das Sonnenlicht deutlich wärmer. Mittags in unserer Aktivphase ist das Licht am Weißesten.
Und Ladenbetreiber, die ihren Laden mit gemütlichem warmen Licht beleuchten möchten, müssen sich darüber im Klaren sein, dass so ein Licht nicht verkaufsfördernd wirkt. Verkaufsfördernd wirkt helles weißes Licht – wie die Mittagssonne.
Eine kurze Übersicht der Lichtfarben:
| Bezeichnung² | Lichtfarbe | Lichtfarbe in Kelvin³ |
Alte Farbnummern | Gängige Herstellerbezeichnungen |
| 827 | Warm | 2700 | 29,129, WDL | Interna, Homelight Deluxe, Warmwhite, Warmwhite Delux, Warmton-Extra |
| 830 | 3000 | |||
| 930 | 3000 | |||
| 840 | Neutralweiß | 4000 | 25,33, NDL | Coolwhite, Weiß |
| 940 | Neutralweiß | 4000 | 25,33, NDL | Coolwhite, Weiß |
| 942 | 4200 | |||
| 850 | Sehr weiß | 5000 | 54,154 | Daylight, Tageslicht Deluxe |
| 865 | Sehr weiß | 6500 | 54,154 | Daylight, Tageslicht Deluxe |
| 950 | 5000 | |||
| 965 | 6500 | |||
*2). Internationale Farbbezeichnung für Leuchtmittelfarben, Die gängigen Kennzeichnungen sind 827, 840, 865, 927, 940 usw. Dabei stellen die letzten beiden Ziffern mal 100 genommen, die Lichtfarbe in Kelvin dar.
Die erste Ziffer gibt die Farbwiedergabestufe an. Je höher die Zahl, desto realistischer und somit besser erscheinen Farben bei der Betrachtung in diesem Licht.
*3). Je höher die Kelvinzahl, desto „weißer“ wird das Licht empfunden. Jedoch ist die Wahrnehmung nicht linear. Das heißt, der Unterschied zwischen 3000 und 4000 Kelvin wird als großer Unterschied wahrgenommen. Der Unterschied zwischen 5000 und 6000 nimmt das menschliche Auge jedoch kaum wahr.
Licht soll nicht so kalt wirken.
Ob Licht kalt wirkt oder nicht, hängt nicht nur von der Lichtfarbe ab. Sondern auch auch ganz wesentlich von der Lichtmenge. Beispiel: In einem dunklen Parkhaus leuchtet irgendwo im Treppenhaus eine Leuchtstoffröhre. Wahrscheinlich wird Ihnen dieses Licht als kalt vorkommen. Schauen Sie sich aber ein gut gemachtes Einkaufszentrum an, finden Sie dort wahrscheinlich Leuchtmittel in der gleichen Lichtfarbe. Nur deutlich mehr, es ist also deutlich heller. Bedenken Sie diese Tatsache bei der Beleuchtungsplanung und das Ergebnis wird gerade für Ladengeschäfte deutlich besser.
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